Schöningh’sche Bibel
Die katholische Bibelübersetzung des Verlags Ferdinand Schöningh, oft als „Henne-Rösch-Bibel“ oder „Paderborner Bibel“ bezeichnet, war im 20. Jahrhundert eine der bedeutendsten Bibelausgaben für den deutschen Sprachraum. Ihre Entstehung geht maßgeblich auf die Arbeit von Pater Eugen Henne für das Alte Testament (1936) und Pater Konstantin Rösch für das Neue Testament (1921/1946) zurück. Ein wesentliches Merkmal war damals die bewusste Entscheidung, nicht mehr allein die lateinische Vulgata als Basis zu nutzen, sondern direkt aus den hebräischen und griechischen Urtexten zu übersetzen. Trotz dieser wissenschaftlichen Orientierung an den Grundtexten blieb die Übersetzung stets streng an der kirchlichen Tradition und Lehre ausgerichtet. Im Vergleich zur heute gebräuchlichen Einheitsübersetzung zeichnet sich die Schöningh-Bibel durch eine besonders würdevolle, klassische und gehobene Sprache aus. Eine Besonderheit ist die konsequente Verwendung des Gottesnamens „Jahwe“ im Alten Testament, was in modernen liturgischen Fassungen meist vermieden wird. Onlineausgabe mit mit freundlicher Genehmigung des Rechteinhabers, Christoph Wollek, Initiator der Volksbibel 2000. Grammatikalisch an die aktuelle Rechtschreibung angepasst.